Die Helfer im Dunkeln

Bewegungs- und Präsenzmelder

Bewegungsmelder schalten automatisch das Licht ein, wenn sie eine Bewegung registrieren. Präsenzmelder können noch mehr: Sie reagieren auf An- oder Abwesenheit von Personen.

Bewegungsmelder eignen sich für dunkle Ecken, in denen nur sporadisch Bewegung zu verzeichnen, aber kein längerer Aufenthalt zu erwarten ist – z. B. Korridore, Treppenhäuser, Kelleraufgänge, Gäste-WCs, Einfahrten oder Zufahrtswege. Es gibt Melder für den Einbau in der Decke oder in der Wand. Je nachdem, was erfasst werden soll, ist hier die richtige Wahl entscheidend.

Funktionsprinzip des Bewegungs-/Präsenzmelders

Die Bewegungsmelder und Präsenzmelder besitzen einen sogenannten PIR-Sensor (Passiv-Infrarot-Sensor). Dieser PIR-Sensor nutzt die Wärmestrahlung von Lebewesen zur Detektion. Jeder Körper, dessen Temperatur über dem absoluten Nullpunkt liegt (-273 °C, 0 K), gibt elektromagnetische Strahlung ab. Diese Strahlung liegt beim Menschen im infraroten Wellenbereich (Wellenlänge = 800 nm – 1,5 mm). Diese Infrarotstrahlung ist für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar, wird jedoch von den Passiv-Infrarot-Sensoren detektiert.

Was ist der Unterschied zwischen Präsenz- und Bewegungsmeldern?

Bewegungsmelder Präsenzmelder
Einsatz im Innen- und Außenbereich Einsatz ausschließlich im Innenbereich
Erkennen nur größere Bewegungen Präsenzmelder erfassen schon kleinste Bewegungen, z. B. auch Personen bei sitzender Tätigkeit, da schon kleine Handbewegungen ausreichen, um anwesende Personen zu erkennen.
Schalten aus, wenn sie keine Bewegung mehr erkennen oder nach einer eingestellten Zeit. Solange eine Bewegung erkannt wird, bleibt der Bewegungsmelder aktiv (unabhängig vom Tageslicht). Der Präsenzmelder schaltet ab, wenn sich niemand mehr im Raum befindet oder es hell genug ist (unabhängig davon, ob Präsenz gemeldet wird).

Ist das Tageslicht (eingestellter Lichtwert) ausreichend, wird trotz erkannter Bewegung das Kunstlicht ausgeschaltet.

Einsatzorte/Erfassungsbereich/Praktische Tipps

Damit bei Bewegungs- und Präsenzmeldern eine optimale Funktion sichergestellt werden kann, sind bei Planung und Installation einige Punkte zu beachten:

  • Mit steigender Montagehöhe wird die Reichweite größer, die Empfindlichkeit jedoch geringer, da die einzelnen Segmente im Erfassungsbereich weiter auseinander liegen.
  • Richten Sie den Sensor nicht auf die Sonne oder andere Wärmequellen, da er so nicht richtig schalten kann und Fehlfunktionen auftreten können.
  • Gerade Sensoren, die an Wänden in 1,1 m Höhe montiert werden, erfassen ein Gebiet auch schräg nach oben. Deshalb sollten Sie nicht im Freien angebracht werden.
  • Optimal für eine Auslösung ist eine Bewegung quer zum Melder. Bei frontalem Zugehen ist die Reichweite deutlich geringer, da es für den Melder schwieriger ist, Temperaturveränderungen zu erkennen.
  • Jahreszeitlich bedingte Schwankungen der Umgebungstemperatur sowie wetterbedingte Umgebungseinflüsse können die Reichweite verändern.
  • Je weniger Bewegungen im überwachten Bereich auftreten werden, desto länger sollte man die Nachlaufzeit wählen. Solange der Präsenzmelder jemanden erfasst, wird die Nachlaufzeit neu gestartet (getriggert).

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