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Brandschutzschalter AFDD

Normgerechte Sicherheit

Brände, die durch Fehlerlichtbögen entstehen, lassen sich verhindern. Der neue AFDD von Hager macht es möglich!

Wie funktioniert der neue Brandschutzschalter?

Der AFDD (Arc Fault Detection Device) von Hager schützt vor Bränden, die durch Fehlerlichtbögen entstehen können. Der Brandschutzschalter überwacht die Sinuswelle von Strom und Spannung. Erkennt er charakteristische Strom- und Spannungsverläufe ab einem Wert von 2,5 A, schaltet er den betroffenen Stromkreis automatisch ab.

Achtung – ab Dezember 2017 Pflicht!

Im Februar 2016 ist die Installationsnorm DIN VDE 0100-420 in Kraft getreten. Zum 18. Dezember 2017 endet die Übergangsfrist. Ab diesem Zeitpunkt ist der Einsatz von Brandschutzschaltern in Endstromkreisen von einphasigen Wechselspannungssystemen mit Betriebsströmen bis 16 A verbindlich vorgeschrieben – sowohl im Wohn- als auch im Zweckbau.

Wie entstehen Fehlerlichtbögen?

Fehlerlicht- oder Störlichtbögen entstehen durch einen ungewollten Spannungsüberschlag. Die elektrische Energie des Fehlerlichtbogens führt zu einer Erwärmung der Störstelle. Ab einer Energiemenge von 450 Joule können sich PVC-Kabel entzünden – es kommt zu einer Brandentwicklung, die sich im schlimmsten Fall auf das ganze Gebäude ausdehnen kann.

Typische Ursachen für Fehlerlichtbögen sind

  • geknickte oder gebrochene Gerätekabel
  • zu stark gebogene Gerätekabel
  • beschädigte Kabel in der Wand (durch Bohrmaschine oder Nägel)
  • schlechte Kontaktierung in der Steckdose
  • fehlerhafte Isolierung
  • lose Klemmstellen
  • von Kleintieren angebissene oder angenagte Gerätekabel

Vorteile des Brandschutzschalters AFDD

Hoher Schutz dank Mikroprozessor-Technik

Den Brandschutzschalter von Hager gibt es als Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung inklusive integriertem LS-Schalter in Kompaktbauweise. Erhältlich ist er in zwei Varianten: mit Nennströmen von 10 A und 16 A – beide jeweils mit Auslösecharakteristik B.

Der AFDD schützt bei seriellen und parallelen Fehlerlichtbögen

Serielle Lichtbögen entstehen, wenn ein defekter Leiter oder eine lose Kontaktstelle in Reihe mit dem Verbraucher im Stromkreis liegt. Parallele Fehlerlichtbögen entstehen durch einen Überschlag zwischen zwei Leitern – zwischen Außenleiter und Neutralleiter oder zwischen Außenleiter und Schutzleiter. Der Brandschutzschalter von Hager löst in beiden Fällen aus.

LS- und FI-Schalter sind Ergänzungen, aber keine Alternativen

Bei seriellen Lichtbögen bleiben LS- und FI-Schalter wirkungslos. Vor einem parallelen Fehlerlichtbogen, der durch einen Überschlag zwischen Außenleiter und Neutralleiter entsteht, könnte auch ein LS-Schalter schützen – allerdings ist das abhängig von der Fehlerstromhöhe. Der AFDD von Hager erkennt charakteristische Strom- und Spannungsverläufe schon ab 2,5 A. D. h. er löst relativ niederschwellig aus und bietet deshalb die größere Sicherheit. Parallele Fehlerlichtbögen zwischen Außenleiter und Schutzleiter werden auch von FI-Schutzschaltern erkannt. Weil der AFDD von Hager aber nicht elektromagnetisch, sondern elektronisch auslöst, arbeitet er genauer.

Die „Software-Intelligenz“ macht ihn leistungsstark und zuverlässig

Der AFDD von Hager arbeitet mit integriertem Mikrochip. Dessen Software überwacht und wertet 120 verschiedene Parameter aus. Die Abschaltung wird elektronisch ausgelöst – dadurch reagiert der neue Brandschutzschalter besonders zuverlässig auf Fehlerlichtbögen. Zudem kann er Fehlerlichtbögen von den sogenannten Betriebslichtbögen (Beispiel: „Bürstenfeuer“) unterscheiden. Fehlauslösungen sind somit äußerst selten.

Wo müssen Brandschutzschalter zum Einsatz kommen?

Ab dem 18. Dezember 2017 sind Brandschutzschalter in Endstromkreisen von einphasigen Wechselspannungssystemen mit Betriebsströmen bis 16 A Pflicht. Dann endet die Übergangsfrist für die Bestimmungen der Installationsnorm DIN VDE 0100-420.

Zwingend vorgeschrieben sind AFDDs in Endstromkreisen von

  • Schlaf-und Aufenthaltsräumen in Kindertagesstätten, Seniorenheimen und barrierefreien Wohnungen nach DIN 18040-2
  • Räumen oder Orten, an denen wegen verarbeiteter oder gelagerter Materialien ein hohes Brandrisiko besteht (z. B. Papierfabriken, Druckereien, Schreinereien, Sägewerke, Scheunen)
  • Gebäuden, die überwiegend aus brennbaren Baustoffen bestehen (z. B. Holzhäuser und Gebäude in Leichtbauweise/Fertighäuser)
  • Einrichtungen mit unersetzbaren Gütern von hohem Wert (z. B. Museen, Nationaldenkmäler, Laboratorien, Rechenzentren)
  • bestimmten öffentlichen Gebäuden (z. B. Bahnhöfe und Flughäfen)

Empfohlen sind Brandschutzschalter in

  • Räumen mit Schlafgelegenheiten
  • Räumen und Orten mit Feuer verbreitenden Strukturen
  • Gebäuden, deren Form und Ausdehnung die Ausbreitung von Feuer erleichtert (Stichwort: „Kamineffekt“ bei Hochhäusern)
  • anlagentechnischen Einrichtungen wie Zwangsbelüftungen

Weitere Informationen

Hager-Tipp 40
AFDD Brandschutzschalter (16DE0331)
PDF, 851 KB